
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Fokus: Lebensmittelzentrallager von tegut… feierte einjähriges Jubiläum
Bildnachweis: www.aanpakringzuid.nl; Rijkswaterstaat; Combinatie Herepoort
Beton bildet heute das Rückgrat der Bauwelt. Das Gemisch aus Gestein, Sand, Zement und Wasser begleitet die moderne Menschheit, wo sie geht und steht. Milliarden Kubikmeter werden bei unterschiedlichsten Projekten in aller Welt verbaut, spannen sich als Brücken über weite Täler oder stemmen sich als gewaltige Talsperren gegen Flüsse. Doch wer glaubt, Beton sei eine Erfindung der Neuzeit, der irrt. Die Geschichte des faszinierenden Superbaustoffs reicht zurück bis in die Antike.
Über Ägypten und Griechenland eroberten die Kenntnisse und Techniken rund um den Mörtel das europäische Festland – und wurden schließlich von den Römern konsequent weiterentwickelt und somit unter der Bezeichnung „opus caementitium“ zum Vorläufer unserer heutigen Betonbauweise. Die hohe Druckfestigkeit des römischen Betons aus Bruchsteinen, gebranntem Kalk, Sand, Wasser und Vulkanasche ermöglichte den Bau von Aquädukten, pompösen Villen und monumentalen Prunkbauten. Eine Meisterleistung dieser Zeit, die sich noch heute bestaunen lässt, ist die gewaltige Kuppel des Pantheons in Rom mit 43 m Durchmesser (siehe Bild).
Doch mit dem Untergang des Römischen Reiches ging auch das Wissen um den Beton verloren. Im Mittelalter spielte der Baustoff kaum noch eine Rolle. Es dauerte bis 1804, ehe französische Ingenieure Betonrohre als Fertigteile herstellten. Mit Beginn der Industrialisierung im frühen 19. Jahrhundert begann der endgültige Siegeszug des Betons. 1824 brannte der englische Maurer Joseph Aspdin Ton und Kalk zu Zement. 20 Jahre später revolutionierte sein Landsmann Isaac Charles Johnson diese Mischung durch Schmelzen zum noch heute gebräuchlichen Portlandzement. Und der französische Gärtner Joseph Monier stellte stabile Blumenkübel her, indem er Beton mit einem Stahlgeflecht („Moniereisen“) verband und so ganz nebenbei die Grundlage für einen der robustesten, dauerhaftesten Baustoffe unserer Zeit erschuf: den Stahlbeton. Diese Protagonisten leiteten mit ihren bahnbrechenden Erfindungen das moderne Betonzeitalter ein.
Zu den Pionieren der Neuzeit zählt auch die Firmengruppe Max Bögl. In 90 Jahren Firmengeschichte seit der Gründung im Jahr 1929 spielt der Baustoff Beton, insbesondere in den letzten 30 Jahren aufgrund des technologischen Fortschritts, bis heute eine zentrale Rolle spielt. Basierend auf der langjährigen Erfahrung und Kompetenz im hochpräzisen Betonfertigteilbau positioniert sich die Firmengruppe als wichtiger Impulsgeber in der Entwicklung innovativer Produkte, Betontechnologien und systematisierter Bauverfahren. Heute produziert Max Bögl in sieben Fertigteilwerken mit modernsten multifunktionalen Fertigungsanlagen und eigenem Betonlabor hochwertige Ortbetone sowie Betonfertigteile in höchster Qualität und Genauigkeit, die sich im Hochbau und in der Infrastruktur ebenso bestens bewähren wie in der Windkraft und Fahrwegtechnologie.
Moderner Hochleistungsbeton ist weit mehr als eine Mischung aus Gestein, Zement und Wasser. Dieser Baustoff ist so vielfältig, dass wir schon heute nahezu alle Aufgabenstellungen im modernen Betonbau erfolgreich meistern können. Durch unsere stetige Forschung und Entwicklung erarbeiten Kollegen aus den jeweiligen Fachbereichen moderne Betonrezepturen, welche die vom Kunden gewünschten Produkteigenschaften optimal erfüllen. Hierdurch unterstützen wir unsere Unternehmensstrategie zur Findung, Entwicklung und Herstellung von neuen Produkten, mit denen wir in eine erfolgreiche Zukunft blicken können.
Der speziell unter Wasser eingebaute Beton kommt dort zum Einsatz, wo die Trockenlegung von Baugruben technisch oder wirtschaftlich unvorteilhaft ist. Da eine Verdichtung unter Wasser in der Regel nicht möglich ist, muss der Beton eine fließfähige Konsistenz aufweisen und darf sich nicht entmischen. Unterwasserbeton wurde z. B. zum Bau der Hochhaus-Fundamente des Potsdamer Platzes in Berlin eingesetzt.
Hochleistungsbetone für hochbeanspruchte Bauteile zeichnen sich durch eine hohe Druckfestigkeit über 60 N/mm², hohe Dauerhaftigkeit und günstige Verformungseigenschaften aus. Sie besitzen ein dichtes, homogenes Gefüge mit geringem Kapillarporenanteil und unterscheiden sich von Normalbetonen durch ihren geringen Wasserzementwert. Diese Betone werden bei Max Bögl unter anderem für die Betonhalbschalen der Windtürme eingesetzt.
Mit der Entwicklung innovativer Produkte aus Beton und deren industrieller Fertigung können wir heute Lösungen für die zukünftigen Bedürfnisse und Herausforderungen der Megatrends Digitalisierung, Urbanisierung, Mobilität und Erneuerbare Energien bieten. Kern unserer Produktstrategie mit einer begrenzten, aber facettenreichen Auswahl an Produktvarianten aus standardisierten Bauteilelementen ist dabei die gezielte Ausrichtung an den Anforderungen, Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden.
Sonderanwendungen aus dem allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau sind Herausforderungen, denen sich Max Bögl mit dem Werkstoff „Hochfester Beton“ stellt. Damit können Maschinengestelle in höchster Präzision, Form- und Temperaturstabilität hergestellt werden.
Beton wird schon seit über Tausenden von Jahren als leistungsfähiger Baustoff verwendet. Gerade in den letzten Jahrzehnten hat sich der Werkstoff durch wegweisende Weiterentwicklungen der Betonrezepturen sowie bei Herstell- und Optimierungsmethoden zu einem der innovativsten Baustoffe unserer Zeit entwickelt. Die Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft und bei vielen Themen, wie z. B. dem 3D-Druck von Beton, stehen wir erst am Anfang. Dank sich rasant entwickelnder technischer Möglichkeiten wird sich vieles in naher Zukunft verwirklichen lassen, was heute noch als nicht realisierbar erscheint. Mein Team und ich freuen sich auf diese Herausforderungen und auf eine spannende Zeit mit dem Superbaustoff Beton.
Mit automatisierten Fertigungsverfahren sollen Bauteile mit individuellen, räumlich komplexen Geometrien kostengünstig hergestellt werden. Die Betonperformance kann innerhalb eines Bauteils variiert werden und dementsprechend lokale Anforderungen erfüllen. Beton wird nur an den Stellen eingesetzt, wo er benötigt wird. Dadurch können völlig neue Konstruktionen entstehen. Die Bauteile werden direkt am Bildschirm konstruiert und von dort direkt per Mausklick gefertigt.
Bildnachweis: www.aanpakringzuid.nl; Rijkswaterstaat; Combinatie Herepoort
Der Ringweg Groningen ist eine Verkehrsader, die die Provinz-Hauptstadt Groningen umgibt und die niederländischen Autobahnen A7 und A8 sowie die umliegenden Gebiete und das Zentrum von Groningen miteinander verbindet. Seine Funktion als bedeutender Verkehrsknotenpunkt in Kombination mit dem stetigen Wachstum der beliebten Universitäts-Stadt führten im Laufe der Jahrzehnte zu immer stärkeren Belastungen der Infrastruktur. Aus diesem Grund wurde beschlossen, den südlichen Ringweg grundlegend zu erneuern.
Mit rund 100.000 Fahrzeugen auf der A60 und ca. 80.000 Fahrzeugen pro Tag auf der A63 ist das Autobahnkreuz Mainz-Süd ein hoch frequentierter Verkehrsknotenpunkt, an dem wichtige Verkehrsströme des Rhein-Main-Gebiets zusammenlaufen. Eine Prüfung der beiden Kreuzungsbauwerke hat ergeben, dass die beiden bestehenden Brücken dem hohen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen sind und ein Ersatzneubau erforderlich ist.