
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Fokus: Lebensmittelzentrallager von tegut… feierte einjähriges Jubiläum
Bildnachweis: www.aanpakringzuid.nl; Rijkswaterstaat; Combinatie Herepoort
„Grüner, vernetzter und fortschrittlicher.“ Das ist es, was gesamtheitliche Entwicklungskonzepte von sogenannten Smart Cities versprechen. Der Begriff ist aus dem Wortschatz von Städteplanern nicht mehr wegzudenken und definiert unter anderem wesentliche Entwicklungsansätze der urbanen Mobilität. Trotz dieser zukunftsweisenden Denkweisen schränkt nicht zuletzt die fehlende Akzeptanz für neuartige Mobilitätslösungen auf administrativer Ebene die Entwicklungspotenziale von Städten immer noch ein.
Weltweit wachsen Großstädte und die Urbanisierung schreitet stetig voran. Was bedeutet dies für alltägliche Mobilität und den öffentlichen Personennahverkehr?
Ein leistungsfähiger ÖPNV in großen Städten und Ballungsräumen ist auch nicht durch mehr Fahrradfahrten machbar. Die Lösung für eine moderne Mobilität ist nur durch mittel- und langfristige Strategien und Konzepte zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im ÖPNV zu erreichen. Dazu gehören neben der Automatisierung auch innovative Transportmittel. Die entsprechenden Techniken und Technologien, die wir in Deutschland seit über 30 Jahren haben, werden aber mit einzelnen Ausnahmen bisher noch zu zögerlich umgesetzt. Erschwerend sind hier die veralteten Strukturen und die Vielzahl von Betreibern im ÖPNV, die teils nur begrenzt regional zusammenarbeiten. Natürlich spielen auch die zu komplexen Planungs- und Genehmigungsverfahren eine Rolle, die zu emotionalen und populistischen Umweltdiskussionen führen. Die fehlende Weitsicht in der Planung und Finanzierung von Verkehrssystemen sowie das „Kästchendenken“ der Planungs- und Verkehrsbehörden sind weitere Gründe für die vorliegende Verkehrssituation in Deutschland.
Wer sich intensiv mit Verkehrssystemen und Verkehrsentwicklung beschäftigt, der weiß, dass Nachhaltigkeit und Mobilität schon immer als Ganzes betrachtet worden sind. Der Integrationsprozess von neuen sinnvollen und anwendungsnahen Mobilitätskonzepten muss grundsätzlich zunächst in den Köpfen der unterschiedlichen Fachleute stattfinden. Hier ist Nachholbedarf vorhanden. Das Denken „im System“ ist der Schlüssel zum Erfolg. Allzu oft werden die Diskussionen noch zu theoretisch und daher zu wenig praxisbezogen geführt. Eine Industrienation wie Deutschland, die über die besten Bahn- und Verkehrstechnologien sowie leistungsfähige Ingenieure verfügt, muss zukünftig mehr an innovativen Bahnsystemen im eigenen Land umsetzen und anwenden. Es muss stets ein Mix aus Forschung und Entwicklung sowie aus Anwendungen im In- und Ausland gewährleistet sein. Ohne solche Projekte könnten wir auf absehbare Zeit den Anschluss für die Weiterentwicklungen im eigenen Land verlieren und somit auch den Anschluss an den ausländischen Markt.
Wie schätzen Sie die Akzeptanz für moderne Mobilitätskonzepte in anderen Ländern ein?
Aus meiner Erfahrung birgt Asien ein enormes Potenzial für neuartige Transportsysteme – speziell die Volksrepublik China. Neben der hohen Akzeptanz für innovative Bahnsysteme bei der chinesischen Verkehrspolitik und Bevölkerung sind wesentliche Gründe hierfür die ausreichenden Finanzierungsmodelle und die schnellen Umsetzungsmöglichkeiten von konkreten Projekten.
Magnetschwebetechnologien wie das Transport System Bögl definieren die Zukunft der Mobilität. Welches Potenzial sehen Sie in unserem Nahverkehrssystem im internationalen Vergleich?
Nach meiner Bewertung und Erfahrung ist das Transport System Bögl die heute weltweit modernste und innovativste Technologie in der Magnetschwebetechnik (kurz Maglev: Magnetic Levitation) im Vergleich zu konkreten Anwendungen im Ausland wie Japan, Korea und China. Andere Länder wie USA, Brasilien, Russland etc. besitzen nur Know-how im Laborstadium. Die Technologien im Ausland basieren meist auf Maglev-Systemen, die bereits seit 1969 in Deutschland entwickelt wurden, und stellen somit keine effiziente Weiterentwicklung wie das TSB dar. Ich bin davon überzeugt, dass Maglev-Technologien wie das Transport System Bögl die Zukunft der Bahnsysteme darstellen!
Wir bedanken uns für das interessante Gespräch und freuen uns weiterhin auf eine langjährige Zusammenarbeit.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des TSB:
Bildnachweis: www.aanpakringzuid.nl; Rijkswaterstaat; Combinatie Herepoort
Der Ringweg Groningen ist eine Verkehrsader, die die Provinz-Hauptstadt Groningen umgibt und die niederländischen Autobahnen A7 und A8 sowie die umliegenden Gebiete und das Zentrum von Groningen miteinander verbindet. Seine Funktion als bedeutender Verkehrsknotenpunkt in Kombination mit dem stetigen Wachstum der beliebten Universitäts-Stadt führten im Laufe der Jahrzehnte zu immer stärkeren Belastungen der Infrastruktur. Aus diesem Grund wurde beschlossen, den südlichen Ringweg grundlegend zu erneuern.
Mit rund 100.000 Fahrzeugen auf der A60 und ca. 80.000 Fahrzeugen pro Tag auf der A63 ist das Autobahnkreuz Mainz-Süd ein hoch frequentierter Verkehrsknotenpunkt, an dem wichtige Verkehrsströme des Rhein-Main-Gebiets zusammenlaufen. Eine Prüfung der beiden Kreuzungsbauwerke hat ergeben, dass die beiden bestehenden Brücken dem hohen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen sind und ein Ersatzneubau erforderlich ist.