Foto: Andreas Martin

Hochmoderne Arbeitswelt:

Campus für die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe errichtet

Hochmoderne Arbeitswelt:

Campus für die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe errichtet

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat ihren neuen Firmensitz bezogen. Mit den insgesamt 14 neu errichteten Gebäuden in Kornwestheim bei Stuttgart bietet der Finanzdienstleister aus Baden-Württemberg seinen rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine hochmoderne Bürolandschaft, die flexibles und hybrides Arbeiten erlaubt. Die Firmengruppe Max Bögl als Teil der ARGE WWC2 war maßgeblich daran beteiligt, den baulichen Rahmen für diese hochmoderne Campusumgebung mit herausragender Architektur, nachhaltiger Gebäudetechnik, digitaler Ausstattung und Medientechnik zu kreieren.

14 Gebäude – zwei Bauabschnitte

Das Entwurfskonzept des Campus wurde durch des Berliner Architekturbüro Ortner & Ortner Baukunst (O&O) entwickelt und zusammen mit den Planungspartnern der ARGE SEKO in eine vorbildliche Entwurfs- und Genehmigungsplanung überführt. Darauf konnte wiederum die eigentliche Ausführungsplanung aufsetzen. In der Realisierung der vorangegangenen Pre-Construction-Phase, für die die ARGE WWC2 ebenfalls beauftragt war, konnten durch Optimierungen deutliche Einsparpotentiale für den Bauherrn identifiziert und umgesetzt werden. Signifikante Beiträge hierzu waren Hybridfertigteile zur Aufnahme des Vormauerwerks, die Auswahl eines alternativen Ziegelherstellers, vereinfachte Geländer sowie eine zentrale Kälteerzeugung.

Die Errichtung der 14 Neubauten erfolgte dann in zwei Bauabschnitten. An beiden war die Firmengruppe Max Bögl jeweils in Arbeitsgemeinschaft beteiligt. Neben den eigentlichen Bauleistungen waren auch die Objektplanung für Gebäude und Freianlagen (Leistungsphase 5) sowie die Fachplanungen für Technische Gebäudeausrüstung, Tragwerksplanung und verschiedene Beratungsleistungen im Auftrag enthalten.

Moderne Arbeitsweltgestaltung

Die Büroebenen sind nach einem einfachen Ordnungsprinzip gestaltet. An das sogenannte Servicemodul, das die zentrale vertikale Erschließung sowie Teeküchen, Besprechungsräume, Sanitär- und IT-Raume beinhaltet, grenzen jeweils zwei Büromodule an. Jedes Büromodul besteht wiederum aus drei Einzelbüros, zwei offenen Sekretariatsarbeitsplätzen sowie 28 offenen Schreibtischarbeitsplätzen um eine Mittelzone. Unter den Büroebenen finden sich in der sogenannten Campusebene weitere Einrichtungen, z. B. für Betriebsarzt, Gastronomie und Sport.

Alle Innenräume wurden mit hoher Qualität geplant. So sorgen bspw. hochwertige, leicht pigmentierte Sichtbetonoberflächen und Holzverkleidungen für Wertigkeit und Solidität. Die gebrannten, handgeformten Ziegel, die entweder in Stahlbetonfertigteile eingebettet oder vor Ort als Vorsatzschale vermauert wurden, bestimmen zusammen mit den Aluminiumfassaden in einem warmen Naturfarbton die Außenwirkung der Gebäude.

„Der W&W Campus ist zusammengefasst ein Ort zum Arbeiten, zum Flanieren, Verweilen und für Begegnungen mit Kunden, Gästen und Kolleginnen und Kollegen in einer außergewöhnlichen Architektur“, so Hubert Schöllhorn, Projektleiter Hochbau bei der Firmengruppe Max Bögl.

Zeitgemäßes Energiekonzept sorgt für Nachhaltigkeit

Die Gebäude auf dem Campus-Areal entsprechen dank eines effizienten Klimakonzepts hohen Energiestandards. Teil dieses Konzepts ist beispielsweise eine vollflächige LED-Beleuchtung. In die Außenanlagen sind zudem die baurechtlich notwendigen Stellplätze für PKW und Fahrräder – einschließlich E-Ladestationen – integriert.

 

Durch die realisierten Energieeffizienzmaßnahmen liegt der errechnete Primärenergiebedarf bei 137 kWh/(m2*a) und damit deutlich unter dem vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Wert von 169 kWh/(m2*a).

Fotos: Andreas Martin; Reinhard Mederer

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